Auch wenn man keine eigenen hat, kann man etwas für Kinder tun! Ich unterstütze zum Beispiel ein Kinderhospiz, das schwerstkranken und mehrfach behinderten Kindern und deren Angehörigen wenigstens für eine kurze Zeit dabei hilt, ihren Alltag etwas entspannter zu erleben.
»Luzia befand sich in der Türkei – zusammen mit ihrem Vater. Die Mutter kämpfte in Deutschland und in der Türkei um ihre Tochter.«
Anuschka Henn, eine ganz liebe Arbeitskollegin von früher, zerbrach fast an ihrem Kummer. Luzia, ihre fünf Jahre alte Tochter wurde vom eigenen (deutschen!) Vater in die Türkei verschleppt. Obwohl deutsche und sogar türkische Gerichte entschieden haben, dass Luzia zurück zur Mutter nach Deutschland soll, konnte sie ihre Tochter lange nicht zurückholen. Ist das das neue vereinte Europa?
Mein Kommentar: Ich gratuliere Mutter und Tochter zu diesem Erfolg, aber als Scheidungskind weiß ich auch, dass die kleine Luzia jetzt sehr viel Liebe und Verständnis braucht, damit ihr nicht solche seelischen Schäden zurückbleiben, wie ich sie erleiden musste, weil meine Mutter nicht so ein toller Mensch wie Anuschka ist.
Anuschka, ich drücke Dich ganz doll!
Kinofilm: »Mein Vater. Mein Onkel«
Dokumentarfilm (2008), Kinostart am 13. Mai 2010, HomepagezumFilm
Dies ist die ungewöhnliche Familiengeschichte von Sinan. 1979 heiratet seine deutsche Adoptivmutter im Irak. Da die Ehe kinderlos bleibt, übergibt der Bruder des Ehemannes seinen jüngsten Sohn Sinan an beide zur Adoption. Als die Ehe 1982 zerbricht, flüchtet die Mutter mit Sinan nach Deutschland. Dort wächst er auf, ohne sich jemals ernsthaft mit seinen arabischen Wurzeln auseinander zu setzen. Seine leiblichen Eltern flüchten während des Irak-Krieges nach Saudi-Arabien und geben die Suche nach ihrem Sohn nie auf. Jahre später kommt es zu einem Wiedersehen in Dubai. Die Freude und Angst bei Sinan ist groß. Schnell wird klar, dass hier zwei unterschiedliche Welten aufeinander prallen. Das sorgt für einige komische Momente, wenn er etwa das voreheliche Zusammenleben in Deutschland erklärt oder sein Berufswunsch als Schauspieler auf totale Ablehnung stößt. Der Regisseur Christoph Heller ist dabei mit seiner Kamera immer nah dran und zeigt einen jungen Mann, der seinen Platz zwischen arabischer und deutscher Kultur erst noch finden muss.
Regie Christoph Heller Buch Christoph Heller Kamera Manuel Kinzer Schnitt Sophia Kambaki Musik Christof Vonderau DarstellerInnen Sinan Al Kuri Produzent Hartmut Bitomsky, Christoph Heller
HIV und AIDS … können jeden treffen!
AIDS ist nicht heilbar. Und jährlich sterben weltweit über zwei Millionen Menschen an den Folgen von Aids, rund 33 Millionen sind HIV-infiziert. Und auch in Deutschland stecken sich jedes Jahr 3000 Menschen neu mit dem HI-Virus an. Die Kampagne zum Weltaidstag rüttelt auf, klärt auf, sucht den Schulterschluss. Zusammen mit Anni Friesinger, Christiane Paul, Philipp Lahm und Samy Deluxe. Und jeder kann mitmachen. (Quelle: Homepage Welt Aids Tag)
Lesen Sie hierzu ein bemerkenswertes Buch eines Betroffenen: Matthias Gerschwitz – Preisträger des Annemarie-Madisen-Preises 2010 und ein lieber Autorenkollege von Cornelia Oehlert: